Aktuell

Januar 2018: Eine Kanone für den Bunker Kammfluh. In einem ersten Schritt ist es der IG Bödeli-Werke gelungen, eine Kanone für den Bunker in der Kammfluh zu bekommen. Das Geschütz, in Teile demontiert, ist vorerst eingelagert und wartet nun darauf, im Artilleriebunker in den Harderfelsen montiert zu werden.

Seit der Vereinsgründung war man auf der Suche einer der zwei Kanonen, die bis ca. 1978 im Bunker stationiert waren. Endlich ist es nun gelungen, ein solches Geschütz von der Armee als unbefristete Leihgabe zu erhalten und in einem ersten Schritt von Burgdorf nach Unterseen zu transportieren. Zwei weitere logistisch und technisch anspruchsvolle Arbeitsschritte stehen nun an: Die Teile der Kanone, zusammen rund eine Tonne schwer, müssen mit dem Helikopter auf die Plattform geflogen werden, und dann erfolgt der Zusammenbaubau der Kanone in der Kaverne des Artilleriewerkes. Ziel des Vereins ist es dann, ab Herbst 2018 interessierten Besuchern den Bunker Kammfluh mit Kanone präsentieren zu können.

Hier einige Bilder zum Weg der Kanone von St. Maurice über das Zeughaus Burgdorf bis Unterseen. © zvg

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Dezember 2017: Das Festungswachtkorps (FWK) hat über 60 Jahre den Unterhalt und den Betrieb von zahllosen Militäranlagen sichergestellt. 2003 wurde das FWK aufgelöst. Die Erinnerung an diese Truppe lebt in einem Raum in der Festung Goldey weiter.

Als Element der ersten Stunde wurde das Festungswachtkorps bezeichnet. 61 Jahre lang sorgten sich diese Bundesangestellten um die verschiedenen Hindernisse, Kommandoposten, Bunker und Festungen der Armee, und stellten sicher, dass diese quasi auf Knopfdruck in Betrieb genommen werden konnten. Die Spezialisten des FWK bewachten aber auch Botschaften und leisteten diverse Auslandeinsätze.

Mit der Auflösung des Korps gingen dessen Aufgaben an die Militärische Sicherheit (Mil Sich) und die Logistikbasis der Armee (LBA) über, die Standorte wie Interlaken wurden aufgehoben. Damit die wahre Bedeutung des oftmals unterschätzten Korps nicht in Vergessenheit gerät, hat der Verein IG Bödeli-Werke im ehemaligen Kommandoposten Goldey in Unterseen ein kleines Museum eingerichtet. Im Raum Interlaken hat die Armee und das FWK lange Zeit auch wirtschaftlich eine wichtige Rolle gespielt.

Bei der Einweihung waren gleich zwei ehemalige Generalstabchefs anwesend. Sowohl Korpskommandant aD Arthur Liener als auch Korpskommandant aD Heinz Häsler gaben sich die Ehre und würdigten so die Arbeit der IG Bödeli-Werke und des FWK. Massgebend für die Ausstellung ist Anlagechef Adrian Deuschle, der Dokumente, Fotos, Abzeichen und andere Objekte teils vor der Verschrottung gerettet hat. «Den Besuchern mehr oder weniger leere Büroräume in unserem Kommandoposten zu zeigen, ist nicht spannend. Jetzt haben wir wirklich etwas in der Region Einmaliges für unsere Gäste», erklärt Deuschle seine Motivation. Er ist immer auf der Suche nach Material, um den neuen Ausstellungsteil abwechslungsreich zu gestalten.

KKdt aD Liener blickte kurz auf seine 25 Jahre Zusammenarbeit mit dem FWK in seinen verschiedenen Funktionen zurück und brach eine Lanze für das Korps. «Das Festungswachtkorps hat über Jahrzehnte wesentlich zur Stärkung der Schweizer Armee beigetragen» war sein Fazit. Vereinzelt würden die heute Verantwortlichen wieder erkennen, was mit der vorschnellen Auflösung des FWK verloren gegangen sei.

Wer Material, Fotos oder Dokumente des Festungswachtkorps zur Verfügung stellen möchte, meldet sich bitte unter info@ig-boedeliwerke.ch

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Im KP Goldey ist neu ein Erinnerungsraum für das Festungswachtkorps eingerichtet.. © HS-Publikationen

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Anlagechef Adrian Deuschle (links) und der ehemalige Generalstabschef Arthur Liener im FWK-Museum. © HS-Publikationen

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Dokumente, Fotos und Objekte aus der Geschichte des FWK sind ausgestellt. © HS-Publikationen
November 2017: Rund um Interlaken fand die Armee eine ideale Position für ihre Kommandoanlagen. Vor allem die Geschichte des ominösen K4 - dem verbunkerten Armeehauptquartier – ist bisher kaum bekannt. Im neuen Buch von Hans-Rudolf Schoch sind die fünf Artilleriewerke sowie die KP-Anlagen Goldey und Rugen beschrieben – soweit die Infos freigegeben sind.

Mit dem Entscheid, dass General Henri Guisan und ein Armeehauptquartiers 1941 auf dem Bödeli in Interlaken Quartier bezogen, war die Schutzfrage für die Soldaten nicht gelöst. Mit fünf Felsenwerken wurde der Raum Interlaken (und der ausgebaute Flugplatz in Bönigen) in der Folge geschützt. Anfangs mit einer Mischung aus Flab- und Artilleriekanonen ausgerüstet, wurden die Bödeli-Werke Goldswil, Aenderberg, Wilderswil, Lütscheren und Kammfluh später zu reinen Artilleriestellungen. Auch eine Feuerleitstelle wurde aus einer ehemaligen Zentralen-Kaverne erstellt..

Doch auch der Armeestab suchte Schutz unter Fels: Aus den einfachen Kavernen Goldey und Rugen (K4) wurde im Laufe der Zeit das Bödeli zum ausgebauten Armeehauptquartier. Immer grösser wurden die Stollen...

Autor Hans-Rudolf Schoch hat aus dem Bundesarchiv und weiteren Archiven zahlreiche Bilder und Informationen über die Planung, den Bau und den Einsatz der Artilleriewerke und grossen unterirdischen Kommandoposten zusammengetragen. Nicht behandelt werden die Anlagen der Luftwaffe im selbem Raum.

Im bewährten Stil der früheren Publikationen über die 3. Division im Raum Thunersee schafft er eine Übersicht, die als Standardwerk gelten darf. Das im November 2017 erscheinende Buch von Hans-Rudolf Schoch – als 7. Teil der Reihe «Die 3. Division im Reduit» – geht auf diese Anlagen ein, soweit es durch die Geheimhaltung sowie die Sperrfristen heute möglich ist.

Bestellungen: Band 7 «Artilleriewerke und KP-Kavernen in Interlaken» - Autor Hans-Rudolf Schoch. 175 Seiten. Format A4. Farbig mit historischen Bildern/Plänen, geklebt, Hardcover. 39 CHF exkl. Versand. Bestellungen via SHOP des Verlages HS-Publikationen möglich.
März 2017: Rückblick auf die Hauptversammlung

An der Mitgliederversammlung der IG Bödeli-Werk wurden nach den Wahlen aktualisierte Statuten in Kraft gesetzt. Der Jahresbeitrag bleibt bei 30 Franken. Im Herbst des laufenden Jahres soll zusammen mit Partnerorganisationen ein Tag der offenen Tür oder sogar ein Festungstag durchgeführt werden. Details folgen.

Präsident René Schneider fasste das vergangene Jahr zusammen: «In meinem ersten Jahr als Präsident ging es mir primär darum, möglichst viel im und um den Verein kennen zu lernen. Dank meinen Vorstandskamera konnte konnte ich bereits viel Wissen aufbauen. Herzlichen Dank! Doch es gibt noch viel zu tun für mich.

Die Schwergewichte im vergangenen Vereinsjahr bestimmte das an der letzten Mitgliederversammlung präsentierte Tätigkeitsprogramm:

- Kanone im Werk «Kammfluh»: Die Kanone befindet sich nach wie vor nicht im Werk. Von Silvio Keller übernahm ich die Verhandlungen mit dem Verantwortlichen der HAM.
Die zuständige Person kommunizierte mir laufend neue Lieferdaten, doch nichts passierte. Aktuell ist die Situation so, dass wir die Kanone bis Mitte 2017 erhalten sollten. Ich bleibe am Ball - lassen wir uns überraschen.

- Anlass «Guisan 75»: Der Anlass war aus meiner Sicht ein Riesenerfolg. Der Inhalt und der Ablauf waren sehr interessant und auch unterhaltsam gestaltet.

- Mitgliederanlass: Dazu luden wir in die RUAG-Anlage (RASSOF) in Zweilütschinen ein. Rund 20 Vereinsmıtglieder folgten der Einladung. Den beiden RUAG-Mitarbeitern Thomas Huggler und Kurt Schlüchter gelang es, uns mit ihren Ausführungen zu begeistern.

- Überprüfung der Statuten: Die Überprüfung der Statuten ergab, dass wir diese komplett überarbeiten mussten. Ich erstellte, aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen mit Statuten in anderen Vereinen und Verbänden, einen Entwurf. Innerhalb einer Vorstandssitzung verabschiedeten wir bereits die Fassung, welche der Mıtgliedeıversammlung zur Genehmigung vorliegt.

Um auch die umliegenden Vereine und ihre Werke kennen zu lernen, besuchte ich anlässlich des Festungstages linkes Thunerseeufer die Werke in Hondrich und Krattigen. Dort knüpfte ich erste Kontakte. An diesem Festungstag besuchten ca. 700 Personen die Werke. Wir wollen im 2017 mit einem «Tag der offenen Tür» unsere Anlagen ebenfalls für
interessierte Besucher öffnen. Vielleicht gelingt es uns, für diesen Tag noch weitere Werke auf der rechten Seeseite zum Mitmachen zu motivieren.»

Mit einem spannenden Film, der Einblicke in den Alltag auf dem Militärflugplatz Meiringen gab, wurde die Versammlung abgeschlossen.
März 2016: Rückblick auf die Hauptversammlung

Ab sofort übernimmt René Schneider aus Unterseen das Präsidium des Vereins IG Bödeli-Werke (siehe Beitrag unten). Neu als Kassier anstelle von Daniel Gusset amtiert Roger Gottier, neu im Vorstand sind Roger Bischoff und Silvio Keller. Der restliche Vorstand wurde wiedergewählt.

Vizepräsident Simon Margot liess das Jahr kurz Revue passieren, wies auf die Übernahme des Kommandopostens Ried in Wilderswil hin. Damit verfügt der junge Verein über drei verschiedenartige Anlagen, die besichtigt werden können: Neben dem KP Ried des Kommandoposten Goldey und das Artilleriewerk Kammfluh. Ziel des Vereins ist, fehlende Ausrüstungsteile wieder zu ergänzen, so dass Besucher ein realistisches Bild der damaligen Anstrengungen der Armee erhalten. Dazu gehört konkret die Installation einer 7,5 cm-Kanone in der «Kammfluh».

Das Interesse an den einst geheimen Bunkern im Raum Bödeli ist durchaus vorhanden, besuchte doch beispielsweise eine welsche Gruppe mit insgesamt 45 Personen die drei Anlagen. Mit einem neuen Flyer sollen die Anstrengungen im Marketing und der Mitgliederwerbung im laufenden Jahr noch verstärkt werden.

Im zweiten Teil der Hauptversammlung erläuterte Silvio Keller die Geschichte und die heute noch sichtbaren Spuren der während des Zweiten Weltkrieges in der Schweiz internierten polnischen Soldaten – zum Beispiel an der Sustenstrasse.
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März 2016: Ab sofort übernimmt René Schneider aus Unterseen das Präsidium des Vereins IG Bödeli-Werke. Er wurde an der Hauptversammlung einstimmig in das Amt gewählt. Als ehemaliger Angehöriger des Hauptquartierbatallions 22 kennt er Untertag-Anlagen bestens, zudem amtiert er als Präsident der Militärschützen Unterseen. Er übernimmt das Amt von Werner Gartenmann, dessen Aufbauarbeit für den Verein verdankt wurde.
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November 2015: Prominenter Besuch im KP Goldey in Unterseen - Kürzlich trafen sich auf Einladung der IG Bödeliwerke mehrere Uebermittlungsspezialisten, um ihr Wissen über den schweizweit einmaligen Kommandoposten Goldey weiterzugeben. Dieser wurde 1980 in Betrieb genommen und war bis zur Armeereform 95 in Betrieb.

Der ehemalige, heute 91-jährige Festungswächter Hans Steinlin aus Interlaken wusste noch über die Zeit zu berichten, wo der Stollen in der Goldey anderen Zwecken diente. Oberst Walter Aeschbacher orientierte als ehemaliger Kdt des Uebermittlungsregimentes 1 über seine Dienste im Bunker und Rudolf Augstburger aus Unterseen konnte als ehemaliger Uebermittlungspezialist der Luftwaffe über seine Kontakte mit dem Regiment informieren.

Oberst i Gst Hanspeter Steiner nahm als jetziger Präsident der schweizerischen Interessengemeinschaft für Uebermittlung wohlwollend Kenntnis von den Materialwünschen der IG Bödeliwerke und wird sich dafür einsetzen, dass die zur Zeit noch fehlenden Geräte ersetzt werden. Am Schluss des Treffens durfte Silvio Keller als Vertreter der IG Bödeliwerke mit grosser Freude und bestem Dank die Uniform des einstigen Kommandanten Walter Aeschbacher als Geschenk entgegennehmen.

Bild: Oberst Walter Aeschbacher übergibt als ehemaliger Kommandant des Uebermittlungsregimentes 1 seine Uniform an Silvio Keller von der IG Bödeliwerke.
November 2015: Die Mitglieder des Vereines IG Bödeliwerke erhielten Gelegenheit, ausführlich den in diesem Jahr gekauften Kommandoposten Ried zu besichtigten. Die Bilder von Roger Bischoff davon gibts hier
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30. Juni 2015: Jetzt ist es offiziell: Der ehemalige Regiments-KP Ried in Wilderswil (ASU Rgt KP Typ 2) gehört nun dem noch jungen und kleinen Verein IG Bödeliwerke. Es ist die dritte Anlage, die im Raum Bödeli übernommen werden konnte. An der Einweihung wurde von Brigadier aD Jürg Keller kompetent die Entwicklung der ASU erläutert (er war zudem in diesem Werk einmal Kp Kdt); die Besichtigung des KP (ursprünglich Uem Rgt 1, später Inf Rgt 80) zeigte dann die engen Verhältnisse für theoretisch rund 80 Mann. Zum eigentlichen KP (F16222) gehören die ASU F16224 und F16225 (Aussensicherung) und ein Funk-ASU (F16223) sowie drei Fak.
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6. März 2015: Rückblick auf die Hauptversammlung

Die ehemaligen Geheimnisse der Armee sind immer wieder interessant: Werner Gartenmann, Präsident der IG Bödeliwerke, liess an der Hauptversammlung das abwechslungsreiche Bunkerjahr Revue passieren. Neben der definitiven Übernahme des Goldey-Stollens (eines ehemaligen Kommandopostens) waren etliche bürokratische Hürden zu bewältigen. Doch mit Erfolg: Zum alten Artilleriewerk Kammfluh und zum Goldey-Stollen im Harder soll im aktuellen Jahr der frühere Kommandoposten Ried in Wilderswil übernommen werden. Damit hat die Organisation drei völlig unterschiedliche Militäranlagen im Besitz, die besichtigt werden können.

Der Verein hat rund 60 Mitglieder. Für den Unterhalt – und die zumindest teilweise originalgetreue Wiederausrüstung sowie die Führungen – sind immer wieder Helfer und Sponsoren willkommen. Glücklicherweise haben sich mehrere Mitglieder als aktive Helfer in den einzelnen Werkgruppen zur Verfügung gestellt. So muss beispielsweise eine 7,5-Zentimeter-Kanone aufs Bödeli und hinauf in das Werk Kammfluh gebracht werden. Als Gast an der Versammlung war der Kommandant der Infrastruktur- und Hauptquartierschule Ueli Reusser eingeladen. Der in Reichenbach wohnhafte Oberst im Generalstab zeigte detailliert auf, wie seine Soldaten ausgebildet werden, die heute die wenigen verbliebenen grossen unterirdischen Militäranlagen betreiben.
5. März 2015: Die Hauptversammlung 2015 der IG Bödeliwerke findet um 19.30 Uhr im Restaurant Stadthaus in Unterseen statt. Als Gast wird Oberst i Gst Ueli Reusser die Infrastruktur/Hauptquartierschule 35 vorstellen. Interessierte Personen sind dazu willkommen. Einladung hier…
1. Juni 2014: Das Objekte A1865 Goldey - der ehemalige Kommandoposten des Übermittlungsregimentes 1 - konnte erworben werden und wird für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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21. Juni 2014: A1865 Goldey wird offiziell eingeweiht.
5. Juli 2014: Die Webseite des Vereins IG Bödeli-Werke startet in einer Beta-Version.
5. Juli 2014: Das Baubewilligungsverfahren für den F16222 ASU Ried - Kommandoposten des Inf Rgt 80 - ist eingeleitet.